Table of contents
TOC
Inhaltsverzeichnis reduzieren
Inhaltsverzeichnis erweitern

Sichern von SQL Server mit DPM

Mark Galioto|Zuletzt aktualisiert: 24.11.2016
|
1 Mitwirkender

Gilt für: System Center 2016 – Data Protection Manager

DPM bietet die Sicherung und Wiederherstellung für SQL Server-Datenbanken. Zusätzlich zum Sichern von SQL Server-Datenbanken können Sie eine Systemsicherung oder eine vollständige Bare-Metal-Sicherung des SQL Server-Computers ausführen. Folgendes kann von DPM geschützt werden:

  • Eigenständige SQL Server-Instanz

  • SQL Server-Failoverclusterinstanz (FCI)

  • SQL Server AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppe mit folgenden Einstellungen:

    • Nur sekundäre

    • Primär

    • Beliebiges Replikat

Gründe für die Sicherung von SQL Server mit DPM:

  • DPM wurde zum Schutz der erweiterten Konfigurationen von SQL Server entwickelt.

  • DPM kann so konfiguriert werden, dass SQL Server alle 15 Minuten gesichert wird.

  • DPM verringert potenzielle Konflikte zwischen Sicherungstools und SQL Server-Schutzzeitplänen.

  • DPM kann SQL Server auf Instanzebene oder Datenbankebene schützen. Ist der Schutz auf Instanzebene aktiviert, werden neue Datenbanken in dieser Instanz von DPM erkannt und automatisch zur Schutzgruppe hinzugefügt.

  • DPM ist eine kostengünstige Option. Es eignet sich gut für einen geringen SQL Server-Ressourcenbedarf und lässt sich für Organisationen mit einem höheren SQL Server-Ressourcenbedarf skalieren.

  • DPM enthält ein Self-Service Recovery Tool (SSRT), das die Optionen der Datenbankadministratoren zur Self-Service-Wiederherstellung von SQL-Datenbanken erweitert.

  • Wenn Sie ein Upgrade auf SQL Server 2014 ausführen, sichert DPM bereits geschützte Datenbanken nach dem Upgrade von SQL Server weiterhin. Vermeiden Sie Sicherungsaufträge während des Upgrades von SQL Server.

Voraussetzungen und Einschränkungen

  • Wenn Sie über eine Datenbank mit Dateien auf einer Remotedateifreigabe verfügen, schlägt der Schutz mit der Fehler-ID „104“ fehl. Der Schutz für SQL Server-Daten auf einer Remotedateifreigabe wird von DPM nicht unterstützt.

  • Datenbanken, die sich in SMB-Remotefreigaben befinden, können von DPM nicht geschützt werden.

  • Stellen Sie sicher, dass die Replikate der Verfügbarkeitsgruppe als schreibgeschützt konfiguriert sind.

  • Sie müssen das Systemkonto "NTAuthority\System" explizit zur Gruppe der Systemadministratoren unter SQL Server hinzufügen.

  • Wenn Sie für eine teilweise eigenständige Datenbank eine Wiederherstellung an einem anderen Speicherort durchführen, müssen Sie sicherstellen, dass für die SQL-Zielinstanz die Funktion "Eigenständige Datenbanken" aktiviert wurde.

  • Schutz für SQL Server AlwaysOn:

    • Verfügbarkeitsgruppen werden von DPM beim Ausführen von Abfragen beim Erstellen von Schutzgruppen erkannt.

    • Von DPM wird ein Failover erkannt und der Schutz der Datenbank fortgesetzt.

    • Mehrere Standorte umfassende Clusterkonfigurationen für eine Instanz von SQL Server werden von DPM unterstützt.

    Wenn Sie Datenbanken schützen, für die die Funktion "AlwaysOn" verwendet wird, gelten für DPM folgende Einschränkungen:

    • Die Sicherungsrichtlinie für Verfügbarkeitsgruppen, die in SQL Server ausgehend von den Sicherungspräferenzen festgelegt wird, wird von DPM wie folgt berücksichtigt:

      • Sekundäres Replikat bevorzugen: Sicherungen müssen für ein sekundäres Replikat ausgeführt werden, es sei denn, das primäre Replikat ist als einziges Replikat online. Wenn mehrere sekundäre Replikate verfügbar sind, wird der Knoten mit der höchsten Sicherungspriorität für die Sicherung ausgewählt. Wenn nur das primäre Replikat verfügbar ist, muss die Sicherung für das primäre Replikat stattfinden.

      • Nur sekundäre: Die Sicherung darf nicht für das primäre Replikat ausgeführt werden. Wenn nur das primäre Replikat online ist, darf keine Sicherung ausgeführt werden.

      • Primäre: Sicherungen müssen immer für das primäre Replikat ausgeführt werden.

      • Beliebiges Replikat: Sicherungen können für ein beliebiges Verfügbarkeitsreplikat in der Verfügbarkeitsgruppe ausgeführt werden. Der Knoten, von dem aus die Sicherung erfolgen soll, basiert auf den Sicherungsprioritäten für die einzelnen Knoten.

    • . Beachten Sie dabei Folgendes:

      • Sicherungen können über beliebige lesbare Replikate durchgeführt werden, d. h. primäre, synchrone sekundäre oder asynchrone sekundäre Replikate.

      • Wenn ein Replikat von der Sicherung ausgeschlossen ist, etwa weil "Replikat ausschließen" aktiviert oder das Replikat als nicht lesbar markiert wurde, wird dieses Replikat unter keiner der Optionen für die Sicherung ausgewählt.

      • Wenn mehrere Replikate verfügbar und lesbar sind, wird der Knoten mit der höchsten Sicherungspriorität für die Sicherung ausgewählt.

      • Bei einem Sicherungsfehler auf dem ausgewählten Knoten ist der Sicherungsvorgang fehlerhaft.

      • Die Wiederherstellung am ursprünglichen Speicherort wird nicht unterstützt.

  • SQL Server 2014-Sicherungsprobleme:

    • SQL Server 2014 wurde um ein neues Feature ergänzt, um eine Datenbank für lokale SQL Server in Microsoft Azure-Blobspeicher zu erstellen. DPM kann nicht zum Schützen dieser Konfiguration verwendet werden.

    • Es gibt einige bekannte Probleme mit der Sicherungseinstellung „Sekundäres Replikat bevorzugen“ für die SQL AlwaysOn-Option. DPM nimmt immer eine Sicherung vom sekundären Replikat. Wenn kein sekundäres Replikat gefunden wird, tritt bei der Sicherung ein Fehler auf.

Vorbereitung

  1. Bereitstellen von DPM: Stellen Sie sicher, dass DPM installiert ist und ordnungsgemäß bereitgestellt wurde. Falls noch nicht geschehen, ziehen Sie folgende Informationen zurate:

  2. Einrichten von Speicher: Sie können die gesicherten Daten auf Datenträger, auf Band und mit Azure in der Cloud speichern. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten des Datenspeichers.

  3. Einrichten des DPM-Schutz-Agents: Sie müssen den DPM-Schutz-Agent auf jedem zu sichernden Computer installieren. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen des DPM-Schutz-Agents.

Konfigurieren der Sicherung

  1. Klicken Sie zum Erstellen einer Schutzgruppe auf Schutz > Aktionen > Schutzgruppe erstellen, um den Assistenten zum Erstellen neuer Schutzgruppen in der DPM-Konsole zu öffnen.

  2. Wählen Sie in Schutzgruppentyp auswählen die Option Server aus.

  3. Wählen Sie in Gruppenmitglieder die SQL Server-Instanzen auf dem Server aus, die Sie schützen möchten. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von Schutzgruppen. Beachten Sie dabei Folgendes:

    • Sie haben die Möglichkeit, Schutz auf Instanzebene oder Schutz einzelner Datenbanken auszuwählen.

    • Wenn Sie Schutz auf Instanzebene einrichten, wird jede Datenbank, die dieser Instanz von SQL Server hinzugefügt wird, automatisch zum DPM-Schutz hinzugefügt.

    • Bei Verwendung von SQL Server-AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppen können Sie eine Schutzgruppe erstellen, die Verfügbarkeitsgruppen enthält. DPM erkennt die Verfügbarkeitsgruppen und zeigt sie unter Clustergruppe an. Wählen Sie die gesamte Gruppe für den Schutz aus, damit alle zur Gruppe hinzugefügten Datenbanken automatisch geschützt werden, oder wählen Sie einzelne Datenbanken aus. Für jede Instanz von SQL Server können Sie auch eine Systemstatussicherung oder eine vollständige Bare-Metal-Sicherung ausführen. Dies ist hilfreich, um bei Bedarf den gesamten Server und nicht nur die Daten wiederherstellen zu können.

  4. Geben Sie in Datenschutzmethode auswählen an, wie Sie die kurz- und langfristige Sicherung handhaben möchten. Die kurzfristige Sicherung erfolgt immer zunächst auf die Festplatte und umfasst die Option zum Sichern von der Festplatte in der Azure-Cloud mit Azure Backup (kurz- oder langfristig). Als Alternative zur langfristigen Sicherung in der Cloud können Sie auch die langfristige Sicherung auf einem eigenständigen Bandgerät oder in einer Bandbibliothek konfigurieren, die mit dem DPM-Server verbunden ist.

  5. Geben Sie in Kurzfristige Ziele auswählen an, wie die Sicherung auf dem Datenträger im kurzfristigen Speicher erfolgen soll. Beibehaltungsdauer: Geben Sie an, wie lange die Daten auf dem Datenträger erhalten bleiben sollen. Geben Sie in Synchronisierungsfrequenz an, wie oft eine inkrementelle Sicherung auf dem Datenträger ausgeführt werden soll. Wenn Sie kein Sicherungsintervall festlegen möchten, können Sie Direkt vor einem Wiederherstellungspunkt aktivieren, damit DPM eine schnelle vollständige Sicherung direkt vor den einzelnen geplanten Wiederherstellungspunkten ausführt.

  6. Wenn Sie Daten zur langfristigen Speicherung auf Band speichern möchten, geben Sie in Langfristige Ziele angeben an, wie lange die Banddaten erhalten bleiben sollen (1–99 Jahre). Geben Sie in „Sicherungshäufigkeit“ an, wie oft Sicherungen auf Band ausgeführt werden sollen. Die Häufigkeit basiert auf der angegebenen Beibehaltungsdauer:

    • Wenn die Beibehaltungsdauer 1 – 99 Jahre beträgt, können Sie festlegen, dass Sicherungen täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich erfolgen sollen.

    • Wenn die Beibehaltungsdauer 1 – 11 Monate beträgt, können Sie festlegen, dass Sicherungen täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich erfolgen sollen.

    • Wenn die Beibehaltungsdauer 1 – 4 Wochen beträgt, können Sie festlegen, dass Sicherungen täglich oder wöchentlich erfolgen sollen.

    Auf einem eigenständigen Bandlaufwerk für eine einzelne Schutzgruppe verwendet DPM so lange dasselbe Band für tägliche Sicherungen, bis der Speicherplatz auf dem Band nicht mehr ausreicht. Sie können auch Daten aus verschiedenen Schutzgruppen auf Band zusammenstellen.

    Geben Sie auf der Seite für Band- und Bibliothekdetails angeben das zu verwendende Band bzw. die zu verwendende Bibliothek an. Geben Sie zudem an, ob die Daten auf Band komprimiert und verschlüsselt werden sollen.

  7. Überprüfen Sie in Datenträgerzuordnung überprüfen den für die Schutzgruppe zugeordneten Speicherplatz des Speicherpools.

    Gesamtdatengröße zeigt die Größe der zu sichernden Daten an, während Auf DPM bereitzustellender Speicherplatz den Speicherplatz angibt, der von DPM für die Schutzgruppe empfohlen wird. DPM wählt das ideale Sicherungsvolume auf Grundlage der Einstellungen. Sie können die Sicherungsvolumeoptionen jedoch in Details der Datenträgerzuordnung bearbeiten. Wählen Sie die bevorzugte Speichermethode für die Arbeitsauslastungen im Dropdownmenü. Ihre Bearbeitung ändert die Werte für Gesamtspeicher und Freier Speicherplatz im Bereich Verfügbarer Datenspeicher. Zu wenig bereitgestellter Speicherplatz ist die Menge an Speicher, die hinzuzufügen DPM Ihnen vorschlägt, um die Sicherungen in Zukunft reibungslos fortzusetzen.

  8. Wählen Sie in Replikaterstellungsmethode auswählen aus, wie Sie die erste vollständige Datenreplikation handhaben möchten. Wenn Sie über das Netzwerk replizieren, wird empfohlen, dass Sie eine Zeit außerhalb der Spitzenzeiten auswählen. Bei großen Datenmengen oder weniger optimale Netzwerkbedingungen sollten Sie die Replikation der Daten offline mit Wechselmedien erwägen.

  9. Wählen Sie in Konsistenzprüfungsoptionen auswählen aus, wie Sie Konsistenzprüfungen automatisieren möchten. Sie können festlegen, dass eine Prüfung nur dann durchgeführt wird, wenn Replikatdaten inkonsistent werden, oder nach einem Zeitplan. Wenn Sie keine automatische Konsistenzprüfung konfigurieren möchten, können Sie jederzeit eine manuelle Überprüfung ausführen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Schutzgruppe im Bereich Schutz der DPM-Verwaltungskonsole klicken und Konsistenzprüfung ausführen wählen.

  10. Wenn Sie die Sicherung mit Azure Backup in der Cloud gewählt haben, stellen Sie auf der Seite Online zu schützende Daten angeben sicher, dass die in Azure zu sichernden Arbeitsauslastungen ausgewählt sind.

  11. Geben Sie in Online-Sicherungszeitplan angeben an, wie häufig inkrementelle Sicherungen in Azure erfolgen sollen. Sie können die Ausführung von Sicherungen so planen, dass sie jeden Tag, jede Woche, jeden Monat bzw. jedes Jahr erfolgen. Zudem können Sie Datum und Uhrzeit festlegen, an dem die Sicherungen ausgeführt werden sollen. Sicherungen können bis zu zweimal täglich ausgeführt werden. Bei jeder Ausführung einer Sicherung wird in Azure von der Kopie der gesicherten Daten, die auf dem DPM-Datenträger gespeichert werden, ein Datenwiederherstellungspunkt erstellt.

  12. In Online-Aufbewahrungsrichtlinie angeben können Sie angeben, wie die aus den täglichen/wöchentlichen/monatlichen/jährlichen Sicherungen erstellten Wiederherstellungspunkte in Azure beibehalten werden.

  13. Geben Sie in Onlinereplikation auswählen an, wie die erste vollständige Replikation der Daten erfolgt. Sie können eine Replikation über das Netzwerk oder eine Offlinesicherung (Offlineseeding) durchführen. Die Offlinesicherung verwendet das Azure-Importfeature. Weitere Informationen finden Sie unter Workflow zur Offline-Sicherung in Azure Backup.

  14. Überprüfen Sie auf der Seite Zusammenfassung die Einstellungen. Nachdem Sie auf Gruppe erstellen geklickt haben, erfolgt die erste Replikation der Daten. Nach Fertigstellung wird auf der Seite Status der Schutzgruppenstatus OK angezeigt. Die Sicherung wird anschließend unter Berücksichtigung der Schutzgruppeneinstellungen durchgeführt.

Überwachung

Nach der Erstellung der Schutzgruppe erfolgt die erste Replikation und DPM beginnt mit der Sicherung und Synchronisierung der SQL Server-Daten. DPM überwacht die Erstsynchronisierung sowie die nachfolgenden Sicherungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Überwachung der SQL Server-Daten:

  • Mithilfe der DPM-Standardüberwachung können Benachrichtigungen für die proaktive Überwachung durch Veröffentlichen von Warnungen und Konfigurieren von Benachrichtigungen eingerichtet werden. Sie können Benachrichtigungen für Informationsmeldungen, Warnungen und kritische Warnungen sowie für den Status von instanziierten Wiederherstellungen per E-Mail senden.

  • Bei Verwendung von Operations Manager können Sie Warnungen zentral veröffentlichen.

Einrichten der Überwachung von Benachrichtigungen

  1. Klicken Sie in der DPM-Verwaltungskonsole auf Überwachung > Aktion > Optionen.

  2. Klicken Sie auf SMTP-Server, geben Sie den Servernamen, den Port und die E-Mail-Adresse ein, über die Benachrichtigungen gesendet werden. Die Adresse muss gültig sein.

  3. Geben Sie unter Authentifizierter SMTP-Server einen Benutzernamen und ein Kennwort ein. Der Benutzername und das Kennwort müssen zum Domänenkontonamen der Person gehören, deren Absenderadresse im vorherigen Schritt beschrieben wurde. Andernfalls tritt bei der Benachrichtigungsübermittlung ein Fehler auf.

  4. Klicken Sie zum Testen der SMTP-Servereinstellungen auf Test-E-Mail senden, geben Sie die E-Mail-Adresse ein, an die die Testnachricht von DPM gesendet werden soll, und klicken Sie dann auf OK. Klicken Sie auf Optionen > Benachrichtigungen , und wählen Sie die Warnungstypen aus, über die Empfänger benachrichtigt werden möchten. Geben Sie im Feld Empfänger die E-Mail-Adressen aller Empfänger ein, an die DPM die Benachrichtigungskopien senden soll.

Einrichten von Warnungen mit Operations Manager

  1. Klicken Sie in der DPM-Verwaltungskonsole auf Überwachung > Aktion > Optionen > Warnungsveröffentlichung > Aktive Warnungen veröffentlichen.

  2. Nach der Aktivierung der Warnungsveröffentlichung werden alle vorhandene DPM-Warnungen, die möglicherweise eine Benutzeraktion erfordern, im Ereignisprotokoll DPM-Warnungen veröffentlicht. Der auf dem DPM-Server installierte Operations Manager-Agent veröffentlicht dann diese Warnungen in Operations Manager und setzt die Aktualisierung der Konsole fort, wenn neue Warnungen generiert werden.

Zulassen der Wiederherstellung von Daten durch SQL Server-Administratoren

DPM bietet eine Self-Service-Wiederherstellung, um SQL Server-Administratoren den Zugriff auf durch DPM geschützte Daten zu gestatten, damit sie aus einer Sicherung eine SQL Server-Datenbank in einem Netzwerkordner wiederherstellen können. Sie richten das DPM Self-Service Recovery Configuration Tool zum Erstellen und Verwalten von Rollen ein, die angeben, welche Benutzer die Self-Service-Wiederherstellung ausführen können. Dann verwenden die Benutzer den DPM Self-Service Recovery-Assistenten, um SQL Server-Datenbanken wiederherzustellen.

Konfigurieren Sie die Self-Service-Wiederherstellung von SQL Server wie folgt:

  1. Klicken Sie in der DPM-Verwaltungskonsole > Schutz auf Self-Service-Wiederherstellung konfigurieren.

  2. Klicken Sie im DPM Self-Service Recovery Configuration Tool für SQL Server auf Rolle erstellen.

  3. Auf der Seite Sicherheitsgruppen erstellen Sie mindestens eine Gruppe, die diejenigen Benutzer enthält, für die Sie die Self-Service-Wiederherstellung aktivieren möchten. Geben Sie Sicherheitsgruppen im Format „Domäne\Sicherheitsgruppe“ oder einen einzelnen Benutzer im Format „Domäne\Benutzername“ an. Sie können einer DPM-Rolle mehrere Gruppen und Benutzer hinzufügen.

  4. Geben Sie auf der Seite Wiederherstellungselemente geschützte SQL Server-Instanzen und -Datenbanken an, für die Sie die Self-Service-Wiederherstellung gestatten möchten. Geben Sie Instanzen im Format <_computername5c_instanzname> an. Zum Angeben einer Datenbank drücken Sie die TAB-TASTE und geben dann einen Datenbanknamen ein. Alternativ drücken Sie die TAB-Taste, um Rollenbenutzern die Wiederherstellung aller Datenbanken der Instanz zu ermöglichen, und drücken Sie dann die LEERTASTE, um den Text in der Spalte Datenbankname zu löschen.

    Beachten Sie Folgendes: Wenn Sie es Benutzern einer DPM-Rolle ermöglichen, alle SQL Server-Datenbanken in einer Instanz von SQL Server wiederherzustellen, können diese Benutzer auch alle SQL Server-Datenbanken wiederherstellen, die der Instanz später hinzugefügt werden. Stellen Sie beim Aktivieren des Zugriffs mithilfe von DPM-Rollen sicher, dass allen Mitgliedern der Rolle die entsprechenden Anzeige- und Zugriffsberechtigungen für alle Datenbanken gewährt wurde.

  5. Klicken Sie auf der Seite Zielspeicherorte für Wiederherstellungen zum Einschränken von Wiederherstellungsspeicherorten für Rollenbenutzer auf die Option Benutzern erlauben, Datenbanken in einer anderen Instanz von SQL Server wiederherzustellen, und geben Sie mindestens einen Zielspeicherort und einen Dateipfad an, die zulässig sind. Wenn Sie einen beliebigen Pfad auf einer Instanz zulassen möchten, geben Sie keinen Wert für den wiederhergestellten Dateipfad an. Wenn Sie die Einstellung aktivieren, können Benutzer Datenbankdateien an einem beliebigen Speicherort wiederherstellen, für den sie die Schreibberechtigung besitzen. Die ursprünglichen Datenbankdateien lassen sich jedoch nicht von Benutzern überschreiben. Sie werden vom DPM-Self-Service-Wiederherstellungstool für SQL Server blockiert, wenn Benutzer versuchen, sie zu überschreiben.

  6. Stellen Sie darüber hinaus auf dem Computer sicher, auf dem Sie die Self-Service-Wiederherstellung ausführen, dass mindestens .NET Framework 3.5 und das DPM Self-Service Recovery Tool installiert sind. Das Tool steht am Speicherort der DPM-Produktinstallation im Ordner DpmSqlEURInstaller zur Verfügung.

Wiederherstellen von SQL Server-Daten

Sie können SharePoint-Daten wie folgt wiederherstellen:

  • Wiederherstellen einer Datenbank am ursprünglichen Speicherort

  • Wiederherstellen der Datenbank mit einem neuen Namen an ihrem ursprünglichen Speicherort oder in einer anderen Instanz von SQL Server

  • Wiederherstellen der Datenbank in einer anderen Instanz von SQL Server

  • Kopieren der Datenbank in einen Netzwerkordner

  • Kopieren der Datenbank auf Band

Beachten Sie, dass Sie eine Systemdatenbank nicht in einer anderen Instanz von SQL Server wiederherstellen können.

Gehen Sie wie folgt vor, um eine Datenbank über die DPM-Verwaltungskonsole wiederherzustellen:

  1. Klicken Sie in der DPM-Verwaltungskonsole auf der Navigationsleiste auf Wiederherstellung. Wählen Sie die Datenbank, die Sie wiederherstellen möchten, entweder über „Durchsuchen“ oder mit der Suchfunktion aus.

  2. Klicken Sie auf dem Kalender auf ein fett dargestelltes Datum, um die für dieses Datum verfügbaren Wiederherstellungspunkte abzurufen. Im Menü Wiederherstellungszeit werden die Uhrzeiten für alle verfügbaren Wiederherstellungspunkte angezeigt. Wählen Sie im Menü Wiederherstellungszeit den gewünschten Wiederherstellungspunkt aus.

  3. Klicken Sie im Bereich Aktionen auf Wiederherstellen, um den Wiederherstellungs-Assistenten zu starten.

  4. Klicken Sie auf der Seite Wiederherstellungsauswahl überprüfen auf Weiter. Beachten Sie dabei Folgendes:

    • Wählen Sie den Ort, an dem die Datenbank wiederhergestellt werden soll. Geben Sie den Wiederherstellungspfad ein, wenn Sie die Option In einer beliebigen SQL-Instanz wiederherstellen auswählen. Sie können für die wiederhergestellte Datenbank einen neuen Namen angeben. Beachten Sie, dass diese Option mit der Einstellung Letzter Wiederherstellungspunkt nicht verfügbar ist.

    • Eine neuere Version der SQL Server-Datenbank kann nicht mit einer älteren Version einer SQL Server-Instanz wiederhergestellt werden.

    • Wenn Sie die Option In einen Netzwerkordner kopieren auswählen, und der von Ihnen gewählte Wiederherstellungspunkt nicht aus einer schnellen, vollständigen Sicherung erstellt wurde, werden die neuen Möglichkeiten zum Wiederherstellungspunkt angezeigt.

    • Wenn Sie die Option Auf Band kopieren auswählen, und der von Ihnen gewählte Wiederherstellungspunkt nicht aus einer schnellen, vollständigen Sicherung erstellt wurde, werden die neuen Möglichkeiten zum Wiederherstellungspunkt angezeigt. Für die Bandoption wählen Sie die Bandbibliothek aus, die Sie für die Wiederherstellung verwenden möchten.

  5. Wenn Sie einen anderen Wiederherstellungspunkt als Letzter ausgewählt haben, wählen Sie auf der Seite „Datenbankstatus angeben“ die Option Datenbank bleibt einsatzbereit aus.

  6. Geben Sie Wiederherstellungsoptionen für die Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung, die SAN-basierte Wiederherstellung und die E-Mail-Benachrichtigungen an, und klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Überprüfen Sie die Einstellungen für die Wiederherstellung auf der Seite Zusammenfassung , und klicken Sie dann auf Wiederherstellen.

Wenn Sie Daten für eine nicht funktionierende SharePoint-Farm wiederherstellen möchten, müssen Sie eine neue Farm erstellen, die dieselbe SQL Server-Instanz und denselben Front-End-Webserver wie die ursprüngliche Farm verwendet. Dann führen Sie diesen Befehl auf dem Front-End-Webserver aus, den DPM zum Wiederherstellen von Farmdaten verwendet: ConfigureSharePoint-EnableSharePointProtection. Öffnen Sie den Wiederherstellungs-Assistenten, und erweitern Sie in „Geschützte Daten“ den Server, der die wiederherzustellende Farm enthält, und klicken Sie auf Alle geschützten Farmdaten. Wählen Sie Datum und Uhrzeit für den Wiederherstellungspunkt, und führen Sie die Wiederherstellung durch. Beachten Sie, dass Sie keine gesamte Serverfarm an einem alternativen Speicherort wiederherstellen können. Führen Sie nach Abschluss der Wiederherstellung auf dem hauptsächlichen Front-End-Webserver für die Serverfarm den SharePoint-Konfigurations-Assistenten aus, und trennen Sie den Front-End-Webserver von der Farm.

Benutzer mit Berechtigungen für die Self-Service-Wiederherstellung sollten wie folgt wiederherstellen:

  1. Der Benutzer sollte das DPM Self-Service Recovery Tool öffnen, auf Mit DPM-Server verbinden klicken und den Namen des DPM-Servers eingeben.

  2. Nachdem eine Verbindung hergestellt ist, sollte der Benutzer auf Neuer Wiederherstellungsauftrag klicken, um den Wiederherstellungs-Assistenten zu starten.

  3. Geben Sie auf der Seite Datenbankinformationen angeben des Assistenten die SQL Server-Instanz und den Datenbanknamen für die Wiederherstellung an. Wenn Sie Verfügbarkeitsgruppen verwenden, geben Sie den Gruppennamen im Format AGNAME.ClusternameFQDN\AGNAME an.

  4. Wählen Sie auf der Seite Wiederherstellungspunkt angeben das Datum und die Uhrzeit des Wiederherstellungspunkts aus.

  5. Wählen Sie auf der Seite Wiederherstellungstyp auswählen aus, ob die Wiederherstellung auf einer beliebigen Instanz auf demselben SQL Server oder einem anderen Server erfolgen soll. Geben Sie an, ob die Wiederherstellung in einem Netzwerkordner erfolgt. Beachten Sie, dass nur Wiederherstellungspunkte in einem Netzwerkordner wiederhergestellt werden können, die über eine schnelle vollständige Sicherung erstellt wurden.

  6. Wenn die Wiederherstellung in einer Datenbank erfolgt, geben Sie auf der Seite Datenbankstatus angeben an, ob die Datenbank nach der Wiederherstellung betriebsbereit bleiben soll. Geben Sie zudem an, ob SQL-Transaktionsprotokolle kopiert werden sollen.

  7. Geben Sie auf der Seite Wiederherstellungsoptionen angeben an, ob Sie Sicherheitseinstellungen vom Quellserver beibehalten oder Einstellungen vom Zielserver anwenden möchten. Sie können auch angeben, dass nach Abschluss der Wiederherstellung eine E-Mail-Benachrichtigung gesendet werden soll.

© 2017 Microsoft