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Einzelserverbereitstellung von Operations Manager

Matt Goedtel|Zuletzt aktualisiert: 02.03.2017
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1 Mitwirkender

Gilt für: System Center 2016 – Operations Manager

Im Szenario mit einer Einzelserver-Verwaltungsgruppe sind alle Verwaltungsgruppenrollen, die nebeneinander vorhanden sein können, auf einem Server gebündelt, der als Mitgliedsserver in einer Active Directory-Domäne ausgeführt wird. Diese Instanz kann auf dedizierter Hardware oder auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden. Die Betriebskonsole kann neben dem Einzelserver auf weiteren Computern bereitgestellt werden. Der Zugriff auf die Webkonsole erfolgt über einen Browser.

Sie stellen Operations Manager in einer Einzelserver-Verwaltungsgruppe bereit, wenn Sie das Programm zu Bewertungs- und Erprobungszwecken sowie zur Bereitstellung von Management Packs verwenden möchten. Dies geschieht normalerweise in Labor-, Entwicklungs- oder Nicht-Produktionsumgebungen.

Einzelserverbereitstellung

Dienste von Operations Manager

Von einer Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfiguration werden die folgenden Dienste unterstützt:

  1. Überwachung und Warnung

  2. Berichterstattung (verfügbar in der Betriebskonsole, jedoch nicht in der Webkonsole)

  3. Überwachungssammlung

  4. Ausnahmeüberwachung ohne Agent

  5. Daten (Zugriff mithilfe der Web- und der Betriebskonsole)

Funktionen von Operations Manager

In einer Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfiguration sind die folgenden Funktionen kombiniert:

  • ACS-Sammlung (Überwachungssammeldienste)

  • ACS-Datenbank

  • ACS-Weiterleitung

  • Betriebsdatenbank

  • Betriebskonsole

  • Datenbank des Reporting-Data Warehouse

  • Reporting-Datenbank

  • Berichtsserver

  • Webkonsolenserver

  • Befehlsshell

Einschränkungen

Die Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfiguration ist hinsichtlich der Bereitstellung die einfachste Lösung. Hinsichtlich der Funktionalität und damit auch der üblichen Anwendungszwecke gibt es jedoch einige Einschränkungen.

Gatewayserver

Diese Konfiguration enthält keine Gatewayserverrolle. Daher müssen sich alle überwachten Geräte in der gleichen Active Directory-Gesamtstruktur befinden wie der Verwaltungsserver. Alternativ können Sie Zertifikate auf dem verwalteten Computer und auf dem Verwaltungsserver verwenden, um eine gegenseitige Authentifizierung zu ermöglichen.

Hochverfügbarkeit und Redundanz

Die Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfiguration wird auf einer einzelnen Hardwaregruppe oder einem virtuellen Computer installiert. Von dieser Konfiguration wird nur eine Instanz der jeweiligen Serverrollen unterstützt, daher ist ein Agent-Failover zwischen Verwaltungsservern nicht möglich.

Übliche Anwendungen

Diese Konfiguration wird meist in Nicht-Produktions- oder Präproduktionsumgebungen zu Test- und Bewertungszwecken oder zur Entwicklung von Management Packs genutzt. Mit Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfigurationen ist allgemein keine hohe Robustheit und Leistungsfähigkeit zu erreichen, sodass sie nur für geringe Produktionslasten geeignet sind.

Verwendete Ports

In dieser Konfiguration müssen die Netzwerkports für die Kommunikation zwischen den Agents und dem Verwaltungsserver, zwischen der Betriebskonsole und dem Verwaltungsserver sowie zwischen der Webkonsole und dem Verwaltungsserver geöffnet sein. Andere Kommunikation zwischen den Diensten erfolgt auf dem Verwaltungsserver selbst. Beteiligte Ports:

  • Betriebskonsole an Verwaltungsserver: TCP 5724

  • Betriebskonsole an Berichtsserver: TCP 80

  • Webkonsole an Webkonsolenserver: TCP 51908 ist der Standardport, wenn Sie die Windows-Authentifizierung auswählen. Wenn Sie die Formularauthentifizierung auswählen, ist der Port benutzerdefiniert.

  • Agent an Verwaltungsserver: TCP 5723

  • ACS-Weiterleitung an ACS-Sammlung: TCP 51909

  • Verwaltung ohne Agent: erfolgt über den dynamischen Port für Remoteprozeduraufrufe (RPC)

  • Verwaltungsserver an UNIX-/Linux-Computer: TCP 1270

  • Verwaltungsserver an UNIX-/Linux-Computer für spezielle Ermittlung und Fehlerbehebung: TCP 22

Eine vollständige Liste mit den verwendeten Ports, der Kommunikationsrichtung und Angaben zur Portkonfiguration finden Sie unter Configuring a Firewall for Operations Manager (Konfigurieren einer Firewall für Operations Manager).

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