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Bereitstellen eines Clusters aus eigenständigen Hyper-V-Hosts im VMM-Fabric

Rayne Wiselman|Zuletzt aktualisiert: 02.11.2016
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1 Mitwirkender

Gilt für: System Center 2016 – Virtual Machine Manager

Verwenden Sie die Anleitung in diesem Artikel, um einen Cluster aus eigenständigen Hyper-V-Hostservern zu erstellen, die im Fabric von System Center 2016 – Virtual Machine Manager (VMM) verwaltet werden.

Vorbereitung

VoraussetzungDetails
VMMSie benötigen eine im Fabric eingerichtete VMM-Hostgruppe. Dies ist erforderlich, um freigegebene logische Speichereinheiten zuzuordnen, wenn VMM den Clusterknoten gemeinsam genutzten Speicher zuweisen muss.
Hyper-VSie benötigen mindestens zwei eigenständige Hyper-V-Hosts im VMM-Fabric, die sich in derselben VMM-Hostgruppe befinden.

Die Hosts müssen die Anforderungen für Failoverclustering erfüllen.

Auf allen Hosts im Cluster sollte dasselbe Betriebssystem ausgeführt werden.

Alle Hosts müssen zu derselben VMM-Hostgruppe gehören.

Zum Erstellen des Clusters müssen Sie über ein Domänenkonto verfügen (das als Basis für ein ausführendes Konto verwendet wird). Das Konto muss über Administratorberechtigungen auf den Servern verfügen, die zu Clusterknoten werden und zu derselben Domäne gehören wie diese Server. Das Konto benötigt außerdem die Berechtigung Computerobjekte erstellen für den Container, der für Computerkonten in der Domäne verwendet wird.
SpeicherSpeicher muss ermittelt und im Arbeitsbereich „Fabric“ der VMM-Konsole klassifiziert werden. Anschließend müssen Speicherpools, logische Einheiten oder beides der Hostgruppe oder der übergeordneten Hostgruppe zugeordnet werden, die für Ihre Gruppe von Hosts ausgewählt wurde.

Wenn der freigegebene Speicher nicht von VMM verwaltet wird, müssen die Datenträger allen Knoten im Cluster zur Verfügung stehen, bevor Sie sie hinzufügen können. Sie müssen allen Hosts, die Sie in einem Cluster gruppieren möchten, mindestens eine logische Einheit bereitstellen und die Speicherdatenträger auf einem der Hosts bereitstellen und formatieren.

Um auf freigegebenen Speicher zuzugreifen, muss auf jedem Hyper-V-Host die Multipfad-E/A-Funktion (MPIO) installiert sein. VMM nimmt diese Hinzufügung nicht automatisch vor. Sie können MPIO mit dem Server-Manager hinzufügen. Wenn die Funktion MPIO installiert ist, aktiviert VMM sie mithilfe des bereitgestellten gerätespezifischen Moduls (DSM) von Microsoft automatisch für unterstützte Speicherarrays. Wenn Sie bereits anbieterspezifische DSMs für unterstützte Speicherarrays installiert haben, bevor Sie den Host-VMM hinzufügen, werden die anbieterspezifischen MPIO-Einstellungen zur Kommunikation mit diesen Arrays verwendet. Wenn Sie der VMM-Verwaltung einen Host hinzufügen, bevor Sie die MPIO-Funktion hinzugefügt haben, müssen Sie die MPIO-Funktion hinzufügen und anschließend manuell konfigurieren, um die ermittelten Hardware-IDs der Geräte hinzuzufügen. Sie können jedoch auch anbieterspezifische DSMs installieren.

Wenn Sie ein iSCSI-SAN als freigegebenen Speicher verwenden, muss der Microsoft iSCSI-Initiator-Dienst auf jedem Hyper-V-Host installiert und (im automatischen Modus) ausgeführt werden. VMM verwendet den iSCSI-Initiator-Dienst, um bei der Erstellung des Clusters automatisch freigegebenen Speicher auf den Hyper-V-Knoten zu konfigurieren. Wenn VMM den freigegebenen Speicher verwaltet, ist es nicht erforderlich, die iSCSI-Portale auf den einzelnen Hyper-V-Knoten zu ermitteln.

Wenn Sie ein Fibre Channel-Speicherarraynetzwerk (SAN) verwenden, muss auf jedem Host ein Hostbusadapter (HBA) installiert sein, und die Zonen müssen korrekt konfiguriert sein. Weitere Informationen finden Sie in der Herstellerdokumentation des Speicherarrays.

Beim Verwalten der Zuordnung logischer Einheiten erstellt VMM standardmäßig eine Speichergruppe pro Host als eigenständigen Host oder als Hostclusterknoten. Bei einigen Speicherarrays sollte jedoch vorzugsweise eine Speichergruppe für den gesamten Cluster verwendet werden, wenn Hostinitiatoren für alle Clusterknoten in einer einzigen Speichergruppe enthalten sind. Damit dies unterstützt wird, müssen Sie die Eigenschaft CreateStorageGroupsPerCluster mithilfe des Set-SCStorageArray-Cmdlets auf „$true“ setzen.
NetzwerkAuf allen Hyper-V-Hosts, die Sie in einem Cluster gruppieren möchten, müssen sich die statischen IP-Adressen aller Hosts im selben Subnetz befinden, sofern für die Hosts die Verwendung statischer IP-Adressen in einem bestimmten Netzwerk konfiguriert wurde.

Wenn Sie in VMM bereits eine für den Cluster relevante Netzwerkkonfiguration erstellt und auf Netzwerkadapter auf den Hosts angewendet haben, müssen Sie sicherstellen, dass die Konfiguration auf allen Hosts, die zu Clustern gruppiert werden sollen, konsistent angewendet wird. Wenn Sie beispielsweise einen bestimmten Satz von Netzwerkadaptern (einen pro Host) als Managementadapter für den Cluster angegeben haben, müssen Sie sicherstellen, dass der Name des logischen Netzwerks und des VM-Netzwerks, die diesen Netzwerkadaptern zugeordnet sind, konsistent sind. Wenn VMM Netzwerke ermittelt, die der Cluster verwenden kann, werden nur Netzwerke mit konsistenten Einstellungen auf allen Knoten erkannt.

Erstellen eines Clusters

  1. Klicken Sie in der VMM-Konsole auf Fabric > Erstellen > Hyper-V-Cluster, um den Assistenten zum Erstellen von Hyper-V-Clustern zu öffnen.
  2. Geben Sie unter Allgemein einen Clusternamen an, und wählen Sie die Hostgruppe aus, in der sich die vorhandenen Hyper-V-Hosts befinden.
  3. Wählen Sie unter Ressourcentyp das ausführende Konto aus, das zum Erstellen des Clusters verwendet werden soll. Das von Ihnen verwendete Konto muss über Administratorberechtigungen auf den Servern verfügen, die zu Clusterknoten werden und zu derselben Domäne gehören wie die Hyper-V-Hosts, die zu einem Cluster gruppiert werden sollen. Das Konto benötigt ferner die Berechtigung zum Erstellen von Computerobjekten für den Container, der für Computerkonten in der Domäne verwendet wird. Stellen Sie sicher, dass die Option Existing Windows servers (Vorhandene Windows-Server) ausgewählt ist, und wenn Sie keinen Microsoft-Support für diesen Cluster benötigen, können Sie Clusterüberprüfung überspringen auswählen.
  4. Wählen Sie unter Knoten die Hyper-V-Hostserver, die im Cluster enthalten sein sollen. Sie können mehrere Hosts mithilfe der STRG-Taste bzw. einen Bereich von Hosts mithilfe der UMSCHALT-Taste auswählen.
  5. Geben Sie unter IP-Adresse (sofern angezeigt) die IP-Adresse ein, die Sie für den Cluster verwenden möchten.
  6. Wählen Sie unter Speicher die Datenträger, die vom Cluster verwendet werden sollen. Die Liste der verfügbaren Datenträger enthält die der Hostgruppe zugeordneten logischen Einheiten, die Sie am Anfang des Assistenten ausgewählt haben.

    • Wenn Sie Out-of-Band-Speicher zugeordnet haben, werden von VMM nicht verwaltete Datenträger angezeigt und als verfügbare Datenträger ausgewählt. Das Kontrollkästchen neben den einzelnen Datenträgern ist dann abgeblendet und nicht verfügbar.
      • Stellen Sie bei Verwendung eines Clusterdateisystems (CFS) von einem Drittanbieter sicher, dass Sie wissen, bei welchen Datenträgern es sich um CFS-Datenträger handelt. Wählen Sie diese Datenträger nicht für den Cluster aus. Andernfalls schlägt das Erstellen des Clusters fehl. Stellen Sie bei Verwendung eines Clusterdateisystems (CFS) von einem Drittanbieter sicher, dass Sie wissen, bei welchen Datenträgern es sich um CFS-Datenträger handelt. Wählen Sie diese Datenträger nicht für den Cluster aus. Andernfalls schlägt das Erstellen des Clusters fehl.
      • Bei einer geraden Zahl ausgewählter Hosts für den Cluster wird der kleinste Datenträger, der größer als 500 Megabyte (MB) ist, automatisch als Zeugendatenträger ausgewählt, sodass er nicht für die Auswahl verfügbar ist.
  7. Unter Virtuelle Switches können Sie die logischen Netzwerke auswählen, die verwendet werden sollen, wenn VMM automatisch virtuelle Switches auf den Hyper-V-Knoten erstellt. die externen virtuellen Switches auf Ziel-Hyper-V-Knoten. VMM erstellt automatisch die virtuellen Switches auf allen Hyper-V-Knoten.

  8. Bestätigen Sie unter Zusammenfassung die Einstellungen, und klicken Sie dann auf Fertig stellen. Sie können den Status des Clusters auf der Seite Aufträge überwachen. Nach Abschluss des Auftrags können Sie die Informationen des Clusters überprüfen, indem Sie mit der rechten Maustaste im Cluster auf die Registerkarte Eigenschaften > Status klicken. Sie können auch mit der rechten Maustaste auf den Cluster klicken und danach auf Cluster überprüfen klicken.

Nach dem Erstellen des Clusters führt VMM folgende Schritte durch:

  1. Überprüfen, ob alle Hosts den Voraussetzungen entsprechen, z. B. erforderliches Betriebssystem und Domänenmitgliedschaft

  2. Aktivieren der Failoverclusterfunktion auf jedem Host

  3. Aufheben der Maskierung der ausgewählten logischen Speichereinheiten für jeden Host

  4. Ausführen des Clusterüberprüfungsvorgangs

  5. Erstellen des Clusters mit Quorum-Einstellungen, Konfigurieren aller von Ihnen angegebenen statischen IP-Einstellungen für den Cluster und Aktivieren freigegebener Clustervolumes (CSV)

  6. Zuweisen jeder als CSV designierten logischen Einheit als CSV auf dem Cluster

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