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Szenario: Bereitstellen von „Direkte Speicherplätze“ mit VMM

Rayne Wiselman|Zuletzt aktualisiert: 21.03.2017
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1 Mitwirkender

Gilt für: System Center 2016 – Virtual Machine Manager

Dieser Artikel bietet eine Übersicht über Bereitstellungen in Storage Spaces Direct (S2D) von System Center 2016 – Virtual Machine Manager (VMM)-Fabric.

Windows Server 2016 bietet erstmals S2D. Damit können Sie Speicher virtualisieren, indem Sie physische Speicherdatenträger in virtuellen Speicherpools gruppieren. Mit S2D können Sie:

  • Mehrere physische Speicherquellen als eine einzige virtuelle Einheit verwalten.
  • Kostengünstigen virtuellen Speicher mit oder ohne externe physische Speichergeräte erhalten.
  • Verschiedene Speichertypen in einem einzigen virtuellen Speicherpool sammeln.
  • Speicherplatz ganz leicht bereitstellen und virtuelle Speicherpools nach Bedarf vergrößern, indem Sie neue Datenträger hinzufügen.

So funktioniert es

S2D erstellt virtuelle Speicherpools aus dem physischen Speicher, der bestimmten Knoten in einem Windows Server-Cluster zugeordnet ist. Der Speicher kann sich intern auf dem Knoten oder auf Datenträgern befinden, die direkt mit dem einzelnen Knoten verbunden sind. Unterstützte Speicherdatenträger sind unter anderem NVMe, SSD (über SATA oder SAS verbunden) und HDD. Weitere Informationen

  • Wenn Sie S2D auf einem Cluster aktivieren, erkennt S2D automatisch berechtigte Speicherdatenträger und fügt sie einem Speicherpool hinzu.
  • S2D erstellt einen eingebauten serverseitigen Zwischenspeicher, um die Leistung zu erhöhen. S2D verwendet automatisch die schnellsten Datenträger als Zwischenspeicher. Alle weiteren Datenträger werden für die Kapazität benutzt. Weitere Informationen zum Zwischenspeicher.
  • Sie erstellen Volumes aus einem Speicherpool. Mit dem Erstellen eines Volumes wird gleichzeitig ein virtueller Datenträger erstellt (Speicherplatz). Dieser wird partitioniert und formatiert, dem Cluster hinzugefügt und zu einem freigegebenen Clustervolume (CSV) konvertiert.
  • Sie können für ein Volume verschiedene Fehlertoleranzebenen konfigurieren, um anzugeben, wie virtuelle Datenträger auf die physischen Datenträger im Pool mit SMB 3.0 aufgeteilt werden. In der Konfiguration eines Volumes können Sie zwischen keiner, Spiegel- oder Paritätsresilienz auswählen. Weitere Informationen

Konvergente und nicht konvergente Bereitstellung

Ein S2D-Cluster kann auf verschiedene Arten bereitgestellt werden:

  • Hyperkonvergente Bereitstellung: Hyper-V und S2D werden ohne Trennung zwischen ihnen auf demselben Cluster ausgeführt.
  • Disaggregierte Bereitstellung: Die Umgebung ist in Compute und Speicher aufgeteilt. Computeressourcen werden auf einem Hyper-V-Cluster ausgeführt. Speicher wird auf einem anderen Cluster ausgeführt.

Im VMM können Sie S2D sowohl in einer hyperkonvergenten als auch disaggregierten Topologie bereitstellen.

Hyperkonvergente Bereitstellung

Hyperkonvergente Cluster weisen folgende Merkmale auf:

  • Hyper-V (Compute) und S2D (Speicher) werden auf demselben Cluster ausgeführt.
  • Die Dateien virtueller Computer werden auf lokalen CSVs gespeichert.
  • Freigegebene Dateien und SMB werden nicht verwendet.
  • Sie skalieren den Hyper-V-Computecluster und dessen Speicher zusammen.
  • Nachdem CSV-Volumes von S2D zu Verfügung stehen, können Sie diese genauso wie jede andere Hyper-V-Bereitstellung bereitstellen.
  • Abbildung 1 zeigt den hyperkonvergenten Bereitstellungsstapel.

Hyperkonvergent

Abbildung 1: Hyperkonvergente Bereitstellung

Disaggregierte Bereitstellung

Ein disaggregierter Cluster weist folgende Merkmale auf:

  • Der Hyper-V-Computecluster unterscheidet sich vom Speichercluster.
  • Freigegebene Dateien werden in den CSVs von S2D-Cluster erstellt. Hyper-V-VMs werden konfiguriert, um ihre Dateien auf dem SOFS zu speichern. Sie können über SMB 3.0 auf diese zugreifen.
  • Sie können die Hyper-V- und SOFS-Cluster für eine besser abgestimmte Verwaltung getrennt skalieren. Die Kapazität von Computeknoten kann auf verschiedenen VMs beispielsweise nahezu ausgeschöpft sein, während Speicherknoten über überschüssige Datenträger- und IOPS-Kapazität verfügen, weshalb Sie nur weitere Computeknoten hinzufügen.

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