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Neuigkeiten für IT-Spezialisten in Office 2010

 

Gilt für: Office 2010

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-11-20

Microsoft Office 2010 enthält neue Features und Verbesserungen, mit deren Hilfe IT-Administratoren Office-Installationen in Organisationen konfigurieren, überprüfen, bereitstellen und schützen können. In diesem Artikel werden einige der Änderungen in diesen Bereichen erörtert.

Inhalt dieses Artikels:

Die Barrierefreiheitsprüfung unterstützt das Erstellen von Office-Inhalten, auf die Menschen mit Behinderungen zugreifen können. Die Barrierefreiheitsprüfung ist eine Hauptfunktion von Word, Excel und PowerPoint, die Probleme hervorhebt, durch die Inhalte unleserlich oder schwer lesbar werden können. Darüber hinaus können Unternehmen und Behörden, die Richtlinien zur Barrierefreiheit einhalten müssen, Gruppenrichtlinieneinstellungen so anpassen, dass bestimmte Barrierefreiheitsprobleme überprüft werden.

Weitere Informationen zu Barrierefreiheitsproblemen finden Sie in folgenden Ressourcen:

Als weitere Methode zum Bereitstellen von Office 2010 kann Microsoft Application Virtualization (App-V) verwendet werden. Bei der Virtualisierung werden Anwendungen in virtualisierte, über das Netzwerk verfügbare Dienste umgewandelt, die nicht auf den Computern der Benutzer installiert sind. Stattdessen können Anwendungen bei Bedarf automatisch auf den Computern der Benutzer bereitgestellt werden.

Mit App-V und Office 2010 zusammen können Sie schnell die neueste Version von Office bereitstellen, ohne sich Gedanken über Anwendungskonflikte oder Produktivitätseinbußen bei Benutzern machen zu müssen. Beim Bereitstellen von Office 2010 mit App-V 4.6 (derzeit als Betaversion) wird neuerdings die Integration mit SharePoint-Produkten und -Technologien, mit der Outlook-Suche und Microsoft OneNote 2010 unterstützt. App-V 4.6 wird voraussichtlich 2010 erscheinen.

App-V reduziert die Anzahl der Tests auf Regression und Anwendungsinteroperabilität und minimiert darüber hinaus die Auswirkungen von Upgrades, Patches und abgelaufenen Benutzerrechten, da keine Deinstallationen und Neustarts mehr erforderlich sind.

Weitere Informationen zur Anwendungsvirtualisierung finden Sie unter Planungs- und Bereitstellungshandbuch für das Application Virtualization System (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=156611&clcid=0x407).

Die gemeinsame Dokumenterstellung vereinfacht die Zusammenarbeit, da mehrere Benutzer produktiv am gleichen Dokument arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu stören oder zu behindern. Diese Funktion erfordert kein zusätzliches Serversetup und ist der Standardstatus für Dokumente, die in Microsoft SharePoint Server 2010 gespeichert sind. Die gemeinsame Dokumenterstellung wird in Word 2010, PowerPoint 2010 und OneNote 2010 unterstützt. Die gemeinsame Dokumenterstellung für Excel 2010-Arbeitsmappen in SharePoint wird durch das Microsoft Excel-Webanwendung ermöglicht, das in Microsoft Office Web Apps enthalten ist.

Weitere Informationen zur gemeinsamen Dokumenterstellung finden Sie in folgenden Ressourcen:

Die folgenden über den Volumenlizenzierungskanal verkauften Microsoft-Produkte enthalten Produktaktivierungstechnologien: Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2 und jetzt Office 2010. Durch die Produktaktivierung wird beim Hersteller überprüft, ob die Software echt ist und der Product Key nicht preisgegeben wurde. Bei der Aktivierung wird eine Beziehung zwischen dem Product Key der Software und einer bestimmten Installation dieser Software auf einem Gerät hergestellt.

Es gibt folgende Aktivierungstypen: Verkaufsaktivierung, Volumenaktivierung und OEM-Aktivierung. Bei den meisten Aktivierungstypen müssen vom Benutzer oder IT-Spezialisten interaktive Schritte ausgeführt werden, beispielsweise Eingeben eines Product Keys von der Packung oder Kontaktaufnahme mit einem Netzwerkserver oder einem Telefonservicecenter. Die Aktivierungstechnologien und -tools hängen von den verschiedenen Vertriebskanälen für die Software ab: Verkaufskanal, Volumenkanal und OEM-Kanal.

Gemäß den Richtlinien von Microsoft müssen alle Editionen von Office 2010 aktiviert werden. Dazu gehören auch Editionen, die über ein Volumenlizenzierungsprogramm erworben werden. Dies gilt auch für die Ausführung von Office 2010 auf physischen Computern und virtuellen Computern.

Sie können zum Aktivieren von Office 2010 mit Office-Aktivierungstechnologien die folgenden Methoden verwenden:

  • Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS). Vom Schlüsselverwaltungsdienst wird mithilfe eines KMS-Hostschlüssels ein KMS-Hostcomputer aktiviert und in Ihrer Umgebung ein lokaler Aktivierungsdienst eingerichtet. Von Office 2010 wird für die Aktivierung eine Verbindung mit dem lokalen KMS-Host hergestellt.

  • Mehrfachaktivierungsschlüssel (Multiple Activation Key, MAK). Mit einem Mehrfachaktivierungsschlüssel wird Office 2010 von Clients online mit von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern oder per Telefon aktiviert.

  • Eine Kombination aus Schlüsselverwaltungsdienst und Mehrfachaktivierungsschlüssel.

Weitere Informationen zu Office-Aktivierungstechnologien finden Sie unter Übersicht über die Volumenaktivierung für Office 2010 und Schnellstarthandbuch für die Volumenaktivierung für Office 2010.

64-Bit-Prozessoren entwickeln sich schnell zum Standard für Systeme, von Servern hin zu Desktopcomputern. Die 64-Bit-Systeme können mehr virtuellen und physischen Arbeitsspeicher verwenden als 32-Bit-Prozessoren. Die Benutzer können daher mit größeren Datasets arbeiten als bisher und umfangreiche rechnerische Probleme analysieren und lösen. In Office 2010 werden durch die Einführung systemeigener 64-Bit-Versionen von Office-Produkten die Vorteile von 64-Bit-Prozessoren mit größerer Kapazität genutzt. Diese zusätzliche Kapazität wird nur von Office-Benutzern benötigt, die beispielsweise Microsoft Excel-Arbeitsblätter mit einer Größe von mehr als 2 GB benötigen. Die 32-Bit-Version von Office 2010 enthält die gleiche Funktionalität und ist außerdem mit 32-Bit-Add-Ins kompatibel. Daher wird standardmäßig die 32-Bit-Version von Office 2010 installiert.

Weitere Informationen zu den unterstützten Betriebssystemen, zu unterstützten Szenarien, zum Setupvorgang und zu Bereitstellungsüberlegungen für 64-Bit-Versionen von Office 2010 finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2010.

Das Office-Anpassungstool (OAT) ist das Hauptanpassungstool von Administratoren zum Anpassen einer Installation von Microsoft Office 2010 (und 2007 Microsoft Office System). Das OAT ist Teil des Setupprogramms und das empfohlene Tool für die meisten Anpassungen. Es steht ausschließlich mit Volumenlizenzversionen von Office 2010 wie Microsoft Office Professional Plus 2010 zur Verfügung. Zum Bestimmen, ob eine Office 2010-Installation eine Volumenlizenzversion ist, überprüfen Sie den Office 2010-Installationsdatenträger auf einen Ordner mit dem Namen Admin. Ist dieser Ordner vorhanden, gehört der Datenträger zu einer Volumenlizenzversion. Andernfalls gehört der Datenträger zu einer herkömmlichen Verkaufsversion.

Sie führen das Office-Anpassungstool durch Eingeben des Befehls setup.exe /admin in die Befehlszeile am Stamm des Netzwerkinstallationspfads aus, der die Quelldateien von Office 2010 enthält. Beispiel: \\Server\Freigabe\Office14\setup.exe /admin.

Weitere Informationen zum Office-Anpassungstool finden Sie unter Office-Anpassungstool in Office 2010.

Office 2010 enthält die folgenden neuen Features:

  • Zwei architekturspezifische Versionen des Office-Anpassungstools: eine Version für die 32-Bit-Version von Office 2010 und eine Version für die 64-Bit-Version von Office 2010. Die 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools unterstützt 64-Bit-Clienteditionen von Office 2010 und weist die gleiche Benutzeroberfläche und die gleichen Funktionen und OPA-Einstelllungen wie die 32-Bit-Version auf. Die Dateien des Office-Anpassungstools befinden sich im Ordner Admin unterhalb des Ordners x86 (32 Bit) bzw. x64 (64 Bit).

    Weitere Informationen zur 64-Bit-Version von Office 2010 finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2010.

  • Importfeature, mit dem Administratoren Anpassungsupdates (MSP) der 32-Bit-Version des Office-Anpassungstools in die 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools und 64-Bit-MSP-Updates in die 32-Bit-Version des Office-Anpassungstools importieren können. Auf diese Weise müssen Administratoren gemischter Umgebungen (32 Bit und 64 Bit) die Setupanpassungen nur einmal ausführen. Weitere Informationen finden Sie unter Importieren einer Office 2010-Setupanpassungsdatei.

  • Unterstützung für das Hinzufügen mehrerer Microsoft Outlook-E-Mail-Konten

Microsoft Office Web Apps sind die Onlinebegleitprodukte zu Microsoft Word, Excel und PowerPoint. Benutzer können mithilfe von PCs, Mobiltelefonen und über das Internet online Dokumente anzeigen, freigeben und mit anderen Benutzern gemeinsam bearbeiten. Geschäftskunden, die über ein Volumenlizenzprogramm für Microsoft Office 2010 lizenziert sind, können Office Web Apps lokal auf einem Server mit Microsoft SharePoint Foundation 2010 oder Microsoft SharePoint Server 2010 ausführen. Office Web Apps stehen Benutzern außerdem über Windows Live zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Office Web Apps finden Sie auf der Office Web Apps-Seite (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=198026&clcid=0x407).

Verschiedene neue Sicherheitssteuerelemente in Office 2010 erleichtern IT-Spezialisten das Erstellen einer robusten Verteidigung gegen Bedrohungen, ohne die Produktivität der Information Worker zu beeinträchtigen. Fünf der neuen Steuerelemente ermöglichen Gegenmaßnahmen zum Härten und Reduzieren der Angriffsfläche und zum Mindern von Exploits. Dazu gehören folgende Steuerelemente:

Unterstützung für die Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention, DEP) für Office-Anwendungen: Eine Hardware- und Softwaretechnologie, mit deren Hilfe die Angriffsfläche gehärtet wird, indem die Ausführung von Viren und Würmern, die Sicherheitslücken im Zusammenhang mit Pufferüberlaufen ausnutzen, verhindert wird.

Office-Dateiüberprüfung: Eine Office-Softwarekomponente, mit deren Hilfe die Angriffsfläche reduziert wird, indem Dateien auf Dateiformat-Exploits überprüft werden (Testen von Dateien mit zufälligen Daten), bevor die Dateien von einer Anwendung geöffnet werden.

Erweiterte Einstellungen für den Zugriffsschutz: Eine Reihe von Gruppenrichtlinieneinstellungen, mit deren Hilfe die Angriffsfläche reduziert wird, indem eine genauere Kontrolle über die Dateitypen ermöglicht wird, auf die eine Anwendung zugreifen darf.

Office ActiveX Kill Bit: Ein Office-Feature, mit dessen Hilfe Administratoren die Ausführung bestimmter ActiveX-Steuerelemente in Office-Anwendungen verhindern können.

Geschützte Ansicht: Eine Sandkastenumgebung, mit deren Hilfe Angriffe gemindert werden können, indem Benutzer nicht vertrauenswürdige oder potenziell schädliche Dateien in einem sicheren Viewer anzeigen können.

Zusätzlich zu diesen neuen Steuerelementen enthält Office 2010 verschiedene Sicherheitserweiterungen, mit denen die Angriffsfläche weiter gehärtet werden kann, indem die Integrität und Vertraulichkeit der Daten sichergestellt wird. Dazu gehören die folgenden Steuerelemente:

  • Kryptografische Flexibilität für Microsoft Excel 2010, Microsoft PowerPoint 2010 und Microsoft Word 2010.

  • Unterstützung für vertrauenswürdige Zeitstempel für digitale Signaturen.

  • Domänenbasierte Überprüfung und Erzwingung der Kennwortkomplexität.

  • Erweiterungen für die Verschlüsselungsverstärkung.

  • Verbesserungen beim Feature Kennwort zum Ändern.

  • Integritätsüberprüfung für verschlüsselte Dateien.

Office 2010 enthält außerdem verschiedene Sicherheitsverbesserungen, die sich direkt auf die Produktivität der Information Worker auswirken. Verbesserungen bei der Benutzeroberfläche der Nachrichtenleiste, ein Vertrauensstellungsmodell mit Speicherung der Entscheidungen der Benutzer zu Vertrauensstellungen, Einstellungen für die Benutzeroberfläche des Sicherheitscenters und die Verwaltung einzelner Identitäten sind Beispiele für neue Features, durch die Sicherheitsentscheidungen und -aktionen von Information Workern als weniger störend wahrgenommen werden. Außerdem können viele der neuen und erweiterten Sicherheitssteuerelemente über Gruppenrichtlinieneinstellungen verwaltet werden. Dadurch wird die Wartung und Erzwingung der Sicherheitsarchitektur einer Organisation erleichtert.

Weitere Informationen zur Sicherheit für Office 2010 finden Sie unter Sicherheit für Office 2010 (Übersicht) und Planen der Sicherheit für Office 2010.

Microsoft SharePoint Workspace 2010 ist eine Clientanwendung, die eine problemlose Synchronisierung von Online- und Offlinebeiträgen mit SharePoint-Bibliotheken und -Listen ermöglicht. Bei vorhandener Internetverbindung und Schreibberechtigung für eine SharePoint-Website können SharePoint Workspace-Benutzer auf ihren Computern persönliche Website-Arbeitsbereiche einrichten. Diese Arbeitsbereiche ermöglichen das lokale Aktualisieren von Bibliotheks- und Listeninhalten und ein müheloses Synchronisieren mit der Website. SharePoint Workspace bietet auch Peerarbeitsbereiche für die Zusammenarbeit, die Inhalte unter eingeladenen Mitgliedern synchronisieren. SharePoint Workspace 2010 unterstützt mehrere Arbeitsbereichsoptionen und ist stärker als sein Vorgänger (Office Groove 2007) mit SharePoint-Prozessen integriert.

Weitere Informationen zu SharePoint Workspace 2010 finden Sie unter SharePoint Workspace 2010 (Übersicht).

Microsoft Silverlight ist die Grundlage der interaktiven Anleitungen in Office 2010, die simulierte Menüs aus früheren Versionen von Office bereitstellen. Wenn Benutzer in diesen Menüs auf Befehle klicken, zeigen diese Anleitungen, wo sich dieselben Befehle im Menüband oder der Backstage-Ansicht von Office 2010 befinden. Es wird empfohlen, Silverlight mit Office 2010 bereitzustellen, wenn die interaktiven Anleitungen in Ihrer Organisation genutzt werden sollen.

Weitere Informationen zu interaktiven Silverlight-Anleitungen finden Sie in folgenden Ressourcen:

Office 2010 baut auf der Grundlage von 2007 Microsoft Office System dahingehend auf, dass das Menüband Bestandteil aller Office-Anwendungen ist und dem Menüband eine neue Komponente hinzugefügt wurde, die Microsoft Office Backstage-Ansicht.

Die Office Fluent-Benutzeroberfläche wurde hinsichtlich Effizienz und Auffindbarkeit optimiert, und zwar durch die Anordnung von Befehlen, die auf Registerkarten organisiert sind, auf denen zusammenhörige Befehle gruppiert sind. Sowohl das Menüband als auch die neue Backstage-Ansicht können mithilfe des Erweiterungsmodells des Menübands (RibbonX) angepasst werden.

Weitere Informationen zur Office 2010-Benutzeroberfläche finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Informationen zu anwendungsspezifischen Änderungen, zur Anwendungskompatibilität in Office 2010 und zu Tools für die Vorbereitung der Migration nach Office 2010 finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Informationen zu den in 2007 Microsoft Office System eingeführten Änderungen der Architektur für Administratoren, die mit dieser Produktversion möglicherweise nicht vertraut sind, finden Sie unter Setupänderungen in 2007 Office System.

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